Verladehubtische - Einsatzmöglichkeiten, Bestandteile und Sicherheitsprofil

kategorie:elemente:hubtisch:verladehubtisch-anwendung1-g.jpg Der Verladehubtisch ist ein Hilfsmittel zum Heben schwerer Lasten in Ladezonen und gehört organisatorisch zur Intralogistik. Er befördert Waren über eine vertikale Distanz, auf eine Rampe beispielsweise. Dabei kann das Fördergut auch bereits auf Flurförderfahrzeugen wie Gabelstablern, Gabelhubwagen oder Roll- bzw. Transportwagen gelagert sein.

Ausgangspunkt der vertikalen Beförderung kann der Boden sein, auf dem eine LKW-Ladung Material vorübergehend abgestellt wurde. Dann verläuft der Förderweg vom Boden auf den Hubtisch, der zur Rampe hochfährt, von wo aus er entladen wird. Wenn die Verladehebebühne gerade frei ist, können aus einem Fahrzeug, typischerweise einem LKW, Waren direkt auf der Hubplattform gelagert werden, die sie zur Rampe hochbefördert. Der Beladevorgang eines Fahrzeugs funktioniert genauso, nur in der Gegenrichtung. Zeitaufwändiges händisches Entladen und unfallträchtiges Tragen über Treppen wird dadurch vermieden.

kategorie:elemente:hubtisch:verladehubtisch-anwendung2-g.jpg Die Arbeitsfläche der Verladehebebühne ruht auf einem Grundrahmen. Dazwischen bewegen sich scherenartig gleich lange Schenkel. Dabei ist die Festlagerseite der Schere stabil mit Grundrahmen und Plattform verbunden, während die Loslagerseite auf dem Grundrahmen über Rollelemente gleitet. Für den hydraulischen Antrieb verwenden wir grundsätzlich Differentialzylinder. Deren Doppeltwirkung wird der höheren Beanspruchung gerecht, der unsere grundsätzlich im Freien eingesetzten Hubtische ausgesetzt sind. Gegen Einfrieren empfehlen wir Differentialzylinder mit einer Öl gefüllten Minusseite. Zum Schutz gegen Korrosionsschäden durch ganzjährige klimatische Einflüsse sollte die gesamte Hebebühne feuerverzinkt sein.

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Ein Hubtisch sollte grundsätzlich nicht an der Plattform angehoben werden, um Beschädigungen an der Kontaktschutzleiste, den Endschaltern oder den Zylindern zu vermeiden. Daher sind die von uns angebotenen Verladehubtische standardmäßig mit beigelegten Ösen und entsprechenden Endstützen am Bodenrahmen ausgestattet, mit denen der Hubtisch von einem Kran oder Gabelstapler am Grundgestell angehoben und in die vorgesehene Grube positioniert werden kann. kategorie:elemente:hubtisch:verladehubtisch-wartungsluke-g.jpg Antrieb und Elektrik befinden sich unterhalb der Arbeitsfläche und damit innerhalb der Vorrichtung. Im zusammengefahrenen Zustand sind die Antriebsaggregate bei Störungen nur schwer erreichbar. Diesem Problem wirkt eine Wartungsluke entgegen, die in jede Plattform eines Verladehubtisches eingelassen ist und dem Wartungstechniker freien Zugang ermöglicht.

Ein Verladehubtisch muss nicht nur ein bestimmtes Gesamtgewicht befördern können, er muss auch hohen Punktbelastungen standhalten. Die entstehen beispielsweise durch die Radlast eines Gabelstaplers, der über den Tisch fahren muss. Für diese Anforderung sind unsere elektrohydraulischen Scherenhubtische standardmäßig mit entsprechenden Verstärkungen unterhalb der Arbeitsfläche versehen. Ist ein Überfahren durch LKWs vorgesehen, muss die Verstärkung individuell geplant und vorgenommen werden, wofür im Vorfeld Rad- und Achslasten der erwarteten Fahrzeuge bekannt sein müssen.

Einer weiteren organisatorischen Besonderheit kann entsprechend vorgebeugt werden: Falls der Tisch vor allem über seine Längsseite beladen wird, kann es dabei zu leichten Absenkungen in diesem Bereich der Plattform kommen. Dieser Effekt wird vermieden durch den Einbau eines stabilisierenden Pilotventils. Da der Hubtisch mit der Rampe oder der Ladefläche des LKWs nicht nahtlos schließen kann, empfehlen wir unsere Überfahrklappen zum Schließen dieser unvermeidlichen Zwischenräume.

kategorie:elemente:hubtisch:verladehubtisch-faltenbalk-g.jpg Zur Standardausstattung gehören allseitig an der Plattformunterkante angebrachte Sicherheitskontaktschutzleisten. Sofort bei der Berührung mit einem Gegenstand oder einem menschlichen Körperteil unterbrechen sie die Heb- oder Senkbewegung der Hebebühne. Auf diese Weise werden sowohl Quetschungen bei Menschen vermieden als auch materielle Schäden am Hubtisch oder dem Gegenstand, der plötzlich im Weg ist. Damit erfüllen wir gleichzeitig eine Anforderung der Sicherheitsnorm DIN EN 1570 für Hubtische. kategorie:elemente:hubtisch:verladehubtisch-kettenbehang-g.jpg Die Scheren der Verladehebebühne stellen ebenfalls eine Gefahrenquelle für Quetschungen dar. Wir empfehlen daher, sie entweder mit einem ein- oder mehrseitigen Kettenbehang zu verkleiden oder einen Faltenbalg rundum anzubringen. Damit wird der Einstieg in die beweglichen Teile der Vorrichtung verhindert. Wenn dann noch die Rampenunterkante bis zum Boden mit einem Blech verkleidet werden, gleitet der Hubtisch an einer glatten Wand und kein zu befördernder Gegenstand kann unter der Rampe eingeklemmt werden.

kategorie:elemente:hubtisch:zusatzoptionen_v2_g.jpg Von einer Rampe können Personen oder Fördergüter, besonders kleinformatige, herunterfallen. Solche Unfälle und Materialschäden sind weitestgehend vermeidbar, wenn Sie die Rampe mit einem Geländer versehen, wobei Türen für die Zugänge einzurichten sind. Diese können aus Blechen bestehen, die vor dem Ladevorgang vertikal aufzustellen sind. Sinnvollerweise sollte diese Schutzvorrichtung vollständig mit Blech verkleidet sein, so dass vor allem im unteren Bereich keine Zwischenräume vorhanden sind, durch die kleine Gegenstände fallen können. Der spiegelgleiche Schutz mit Geländer und Durchgängen ist für die Hubtisch-Plattform vorzusehen. Auf ihr kann alternativ eine Art Portal angebracht werden, die am untersten Punkt des Hubtisches der Rampe als Geländer dient und am obersten als Durchgang, so dass eine eigene Tür für die Rampe und alle dafür erforderlichen Bedienungshandgriffe eingespart werden können.

Die Rutschgefahr bei Nässe auf unseren jeder Witterung ausgesetzten Verladehubtischen ist drastisch reduziert, da die Oberflächen grundsätzlich mit Tränenblechen bestückt sind. Ihre diagonal gerippte Struktur bietet eine hohe Standsicherheit.

Das Verschmutzen des Grundwassers durch das eingesetzte Öl wird dadurch verhindert, dass entweder eine biologisch abbaubare Sorte zum Einsatz kommt oder der Öltank in eine Wanne gesetzt wird. So selten Leckagen sind, ganz auszuschließen sind sie nie.